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Betriebliche Erklärung: Ein Manifest gegen Baustellen-Unfälle

Auf neun Regeln für die Baustelle einigen sich Chef und Mitarbeiter in der Betrieblichen Erklärung der BG BAU. Das gemeinsame Ziel: Keine Unfallrisiken eingehen.

Der Obermeister der Zimmerer-Innung Neu-Ulm/Illertissen Wolfgang Schrapp hat die Betriebliche Erklärung der BG BAU schon unterschrieben. Darin legen sich Chef und Mitarbeiter auf neun Regeln fest, um Unfälle auf der Baustelle zu verhindern. Schrapp hofft, dass Unternehmer dieses Regelwerk in Zukunft "als eine Art Grundgesetz, als ihre Bibel begreifen".

Er betont: „Die größte Gefahrenquelle ist die Routine. Unfälle passieren, wenn man sich seiner Sache zu sicher ist und die Schutzmaßnahmen außer Acht lässt. Ich möchte mich da nicht ausnehmen – auch mir passiert es mal, dass ich unaufmerksam werde.“

Viele Partner der Bauwirtschaft haben die Erklärung bereits unterschrieben

Und er fügt hinzu: „Da ist es gut, wenn mich meine Mitarbeiter ermahnen, zum Beispiel meinen Gehörschutz wieder aufzusetzen. Bei der Arbeit müssen alle gegenseitig aufeinander Acht geben.“

Dieses Ziel steckt auch hinter der Betrieblichen Erklärung der BG BAU im Rahmen des Präventionsprogramms „Bau auf Sicherheit. Bau auf dich“. Viele Partner der Bauwirtschaft haben die Erklärung schon unterschrieben, unter anderem der Obermeister der Zimmerer-Innung Neu-Ulm/Illertissen Wolfgang Schrapp.

In der Erklärung halten Arbeitgeber und Mitarbeiter schriftlich fest, dass sie auf der Baustelle keine Unfallrisiken eingehen: „Ganz im Sinne der eigenen Sicherheit und Gesundheit, aber auch für die Familien, die Freunde, den Betrieb – für alle.“

Sie geben sich das Versprechen, dass sie bei schweren Sicherheitsmängeln STOPP! sagen und erst dann weiterarbeiten, wenn diese beseitigt sind.

Auf diese neun Regeln legen sie sich fest: 

Regel 1: Wir sichern Absturz-Kanten.

Regel 2: Wir sichern Boden-Öffnungen.

Regel 3: Wir sichern Bau-Gruben und Gräben.

Regel 4: Wir sichern Bau-Teile und Lasten gegen Umstürzen und Herabfallen.

Regel 5: Wir benutzen nur sichere Verkehrs-Wege.

Regel 6: Wir benutzen nur sichere Gerüste.

Regel 7: Wir bedienen Maschinen und Anlagen wie vorgeschrieben.

Regel 8: Wir meiden Gefahren-Bereiche von Maschinen und Lasten.

Regel 9: Wir benutzen nur geeignete Persönliche Schutz-Ausrüstung, kurz PSA.

"Alle profitieren, wenn die Fachkräfte weiterhin gesund ihrer Arbeit nachgehen können"

Zimmermeister Schrapp sagt: „Meine Hoffnung ist, dass sich alle Unternehmer dieses Regelwerk aus dem Präventionsprogramm der BG BAU zu Herzen nehmen und als eine Art Grundgesetz, als ihre Bibel begreifen.“

Denn: „Sicherheit mag auf den ersten Blick mehr kosten oder länger dauern. Aber am Ende profitieren alle, wenn die gut ausgebildeten Fachkräfte in Deutschland auch in vielen Jahren noch gesund ihrer Arbeit nachgehen können.“


Weitere Informationen:

"Die größte Gefahrenquelle ist die Routine", sagt Obermeister Wolfgang Schrapp. Deshalb hat er die Betriebliche Erklärung unterschrieben, sie ist im Rahmen des Präventionsprogramms "Bau auf Sicherheit. Bau auf dich" entstanden.

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