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BGJ-Serie: Ausbildungsstart für Christina Hartl

Hat vor kurzem ihr Berufsgrundschuljahr-Zimmerer gestartet: Christina Hartl übte mit ihren Klassenkameraden in der ersten Schulwoche das Mauern.

Christina Hartl aus Palling (Landkreis Traunstein) ist 17 Jahre alt und sie möchte Zimmerin werden. Vor einer Woche hat sie ihr Berufsgrundschuljahr (BGJ) an der Berufsschule Traunstein begonnen. Das BGJ ist Teil ihrer insgesamt dreijährigen Lehrzeit. Wir haben Christina Hartl gefragt, wie ihr der Ausbildungsstart gefallen hat.

Sie erzählt: „Ich habe die erste Woche eigentlich recht cool gefunden.“ Gemeinsam mit 35 weiteren BGJ-Schülern hat sie ihre Lehre am 8. September 2020 an der BS 1 gestartet.

„Die Sägeübungen haben mir besser gefallen"

Und in der ersten Woche stand bereits viel Praxisunterricht an: „Wir haben zum Beispiel gemauert. Da habe ich gemerkt, dass das nicht so meins ist, weil es doch recht schwer ist die Ziegelsteine hin- und her zu heben“, aber: „Die Sägeübungen haben mir besser gefallen, da haben wir geübt, wie man Holz gerade und schräg abschneidet.“

Der Praxisunterricht findet in der Bauhalle der Berufsschule statt, dort stehen viele Maschinen, die für die Zimmerei benötigt werden. Und jeder Schüler hat seine eigene Hobelbank: „Darin sind verschiedene Sägen, Hobel, Hammer, Winkel und Stemmeisen, die hat uns unser Lehrer Herr Mihu schon erklärt“, so Hartl.

Mit ihren Fachlehrern Alexander Sedlmaier, Andreas Schillinger und Andreas Mihu ist sie übrigens sehr zufrieden: „Die sind alle sehr nett und entspannt.“

„Die Lehrer nehmen sich viel Zeit, um uns das Werkzeug und die Arbeiten zu erklären“

Und sie sieht den kommenden Monaten optimistisch entgegen: „Ich denke wir werden viele Grundkenntnisse lernen, vom Dachdecken bis zum Giebelbauen“, und: „Bisher nehmen sich unsere Lehrer viel Zeit, um uns das Werkzeug und die Arbeiten genau zu erklären.“

Nur an eines muss sie sich noch gewöhnen: die langen Unterrichtszeiten: „In der Realschule hatten wir nur immer bis 13 Uhr Unterricht“, das ändert sich nun: „Im BGJ haben wir zweimal in der Woche bis 15:45 - aber im Betrieb arbeiten wir später noch länger.“

Sie freut sich bereits auf ihren späteren Arbeitsalltag. Denn ihr war schon immer klar, dass sie einmal Zimmerin werden will. In der Zimmerei ihres Vaters hilft sie immer wieder mit: „Ich genieße es einfach auf der Baustelle draußen zu sein. Mir macht es Spaß mit Holz zu arbeiten, mich zu bewegen und an der frischen Luft zu sein.“

Viel Platz zum Ausprobieren hatten die Zimmerer-Azubis vor der Bauhalle der Berufsschule Traunstein - im BGJ wird eben nicht nur Theorie gebüffelt.

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