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Holzmarkt: Fachgruppenleiter sprechen mit Politprominenz

Auf dem Landfrauentag in Hemau traf (v.l.) Fachgruppenleiter Maximilian Semmler die Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Michaela Kaniber und den Bundestagsabgeordneten Peter Aumer.

Wegen der Holzmarktlage möchten die Innungen des Bezirks Oberpfalz eine Versorgungsgenossenschaft gründen, in der Holzbau-Unternehmer, Sägewerksbetreiber und Waldbauern zusammenarbeiten. Das Ziel dabei: Alle kaufen und verkaufen zu einem fairen Preis.

Um die Idee voranzubringen, sprach Regensburgs Fachgruppenleiter Maximilian Semmler mit Staatsministerin Michaela Kaniber und der Leiter der Fachgruppe Zimmerer Nordoberpfalz Adrian Blödt lud Oberpfälzer Landtagsabgeordnete zur Baustellenbesichtigung ein.

Bayernweit gibt es Initiativen für die regionale Holzversorgung

Bereits im vergangenen April besuchte unter anderem Regensburgs CSU-Bundestagsabgeordneter Peter Aumer den Betrieb Holzbau Semmler in Hemau und informierte sich dort über die Holzmarkt-Lage. Daraufhin schlug er Semmler vor, Staatsministerin Kaniber auf dem Landfrauentag in Hemau zu treffen.

Semmler erzählt: „Ich habe ihr geschildert, dass wir ein Netzwerk für die regionale Holzversorgung aufbauen wollen. Und sie hat gemeint, dass sie uns dabei zu 100 Prozent unterstützen möchte. Außerdem gebe es bayernweit, zum Beispiel im Allgäu, schon ähnliche Projekte, sie haben sich in der Cluster-Initiative Forst und Holz zusammengeschlossen.“

Volle Unterstützung sicherte Staatsministerin Kaniber dem Fachgruppenleiter Semmler für die Versorgungsgenossenschaft Oberpfalz zu.

Rund zehn Minuten sprachen Kaniber und Semmler über die Holzmarktlage und die Versorgungsgenossenschaft. Er zieht eine positive Bilanz: „Wir müssen mehr Schwung in das Thema bringen und zeigen, dass es eine Möglichkeit gibt, Versorgungslücken, wie aktuell, künftig zu verhindern. Denn mit dem Holzbau vermeiden wir graue Energie."

Umfrage: Innungsbetriebe geben Jahresbedarf an Holz an

Um die Genossenschaft voranzubringen, haben die Fachgruppenleiter Blödt und Semmler eine Umfrage für die Oberpfälzer Innungsbetriebe entworfen, sie wird demnächst verschickt. Semmler erklärt: „Darin geben die Unternehmer den Jahresbedarf und die benötigten Hauptquerschnitte an Holz an. Das hilft den Waldbauern enorm dabei, ihren Holzeinschlag zu planen.“ Mit den Waldbauernvereinigungen und regionalen Sägewerksbetreibern haben die Fachgruppenleiter ebenfalls schon Kontakt aufgenommen.

Baustellenbesichtigung mit drei Landtagsabgeordneten: (v.l.) Fachgruppenleiter Adrian Blödt, Bauherr Stefan Brunner, Georg Strobel, die MdL Stephan Oetzinger, Alexander Flierl und Tobias Reiß.

Zudem lud Fachgruppenleiter Adrian Blödt drei Oberpfälzer Landtagsabgeordnete am 29. Juli zu einer Baustellenbesichtigung und anschließendem Gespräch im Biergarten ein. Dazu kamen die MdL Dr. Stephan Oetzinger (CSU), Tobias Reiß (CSU) und Alexander Flierl (CSU) sowie der Fachgruppenleiter aus Amberg-Sulzbach Georg Strobel und der Geschäftsführer der Bauinnung Nordoberpfalz Peter Wittmann.

Blödt/Semmler: „Wir setzen Holz effektiv und ressourcenschonend ein“

Blödt sprach mit ihnen ebenfalls über die Lage am Holzmarkt und besichtigte mit ihnen ein vierstöckiges Wohnhaus in Holzbauweise mit 13 Wohnungen in Weiden. Es wurde in der ressourcensparenden Tafelbauweise errichtet. Semmler ergänzt dazu: „Wir wollen zeigen, dass wir Holz effektiv und ressourcenschonend einsetzen – das ist auch mit dem Holzrahmenbau möglich. Und das müssen wir den Politikern erklären.“

Im Biergarten wurde die Baustellenbesichtigung mit den Politikern nachbesprochen.

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