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Tarifverhandlungen zum dritten Mal gescheitert

Die Tarifvertragsverhandlungen im Bauhauptgewerbe sind erneut gescheitert. Ein Diskussionspunkt war die Wegezeitenvergütung.

Die Tarifverhandlungen über Löhne und Gehälter für die 850.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe sind auch nach der 3. Verhandlungsrunde am 25. Juni 2020 erneut ergebnislos geblieben. Insbesondere die Gewerkschaftsforderungen nach einem Wegegeld für die Fahrt zu Baustellen und einer hohen Lohnsteigerung von 6,8 Prozent - trotz zu erwartender Umsatzeinbußen wegen der Corona-Krise - erwiesen sich als Knackpunkt.

IG BAU will Präsident des Bundessozialgerichts anrufen

Seit Jahrzehnten bestehen branchenspezifische Lösungen, durch die die Fahrt- und Wegezeiten berücksichtigt und vergütet werden. Die tariflichen Regelungen hierzu haben sich in der Praxis bewährt.

Nach dem Abbruch der Gespräche will die IG BAU das Scheitern der Tarifverhandlungen erklären und eine Schlichtung unter Rainer Schlegel, Präsident des Bundessozialgerichts, anrufen. Die Tarifparteien hätten dann mit Beginn der Schlichtung maximal 14 Tage Zeit, um zu einem Ergebnis zu kommen. Danach endet die Friedenspflicht.

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