Mit Dachstuhl beim Trachten- und Schützenzug
Die Zimmerer mit dem Dachstuhl auf dem Trachten- und Schützenumzug vor dem Maximilianeum.
Quelle: Wolfgang Weigl
Auch 2026 waren die bayerischen Zimmerer wieder beim traditionellen Trachten- und Schützenzug zum Münchner Oktoberfest vertreten. Für die Zimmerer-Innung München war es dabei eine besondere Teilnahme: Zum zehnten Mal war die Innung im Rahmen der Großgruppe „Münchner Zünfte“ beim Festzug dabei. Erstmals hatte sie dabei einen kompletten Dachstuhl im Gepäck.
Die Idee und Planung stammten von Christian Stemmer, Obermeister der Zimmerer-Innung Neuburg-Schrobenhausen. Für Abbund und Montage war LIV-Präsident Peter Aicher verantwortlich. Den Transport sowie die aufgrund der für den Festzug gesperrten Innenstadt besonders anspruchsvollen Transfers übernahm Andreas Vollrath, Obermeister der Zimmerer-Innung München, gemeinsam mit seinen Mitarbeitern.
Der ungewöhnliche Blickfang sorgte während des Festzugs für Aufmerksamkeit. Mehrfach wurden die Zimmerer auf den Dachstuhl in Carportgröße angesprochen und erhielten konkrete Angebote und Anfragen für das Bauwerk. Damit wurde beim Festzug nicht nur das Zimmererhandwerk präsentiert, sondern auch ganz praktisch auf die Möglichkeiten des modernen Holzbaus aufmerksam gemacht.
Neben den Teilnehmern der Zimmerer-Innung München waren zahlreiche weitere Zimmerer und Obermeister aus bayerischen Zimmerer-Innungen beim Festzug dabei. Gemeinsam repräsentierten sie das Zimmererhandwerk und machten auf die lange Tradition und die Bedeutung des Handwerks aufmerksam.
Der Trachten- und Schützenzug findet traditionell am ersten Oktoberfestsonntag statt. Seine Ursprünge reichen bis ins Jahr 1835 zurück. Damals wurde der Festzug anlässlich der Silberhochzeit von König Ludwig I. und Therese von Bayern sowie des 25-jährigen Bestehens des Oktoberfestes veranstaltet. Heute zählt er zu den Höhepunkten des Münchner Oktoberfestes.